Die Zeit steht still.

November 9, 2016

Jeder hat seine eigene, geheime, persönliche Welt.

Es gibt in dieser Welt den besten Augenblick,

es gibt in dieser Welt die schrecklichste Stunde;

aber dies alles ist uns verborgen.

 

Auf meinem Blog ist es seit ein paar Tagen ungewöhnlich still geworden, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt.

Bisher hat hier immer alles geglitzert und geglänzt. Ich habe fröhlich gestrahlt und im perfekten Licht gestanden. Es gibt hier tatsächlich kaum ein Bild von mir, auf dem ich nicht bis über beide Ohren grinse und keines, auf dem ich nicht wenigstens glücklich aussehe.

Aber es gibt Momente im Leben, da ist auch mir nicht nach Sonnenschein und Glitzerwelt. Manchmal spielt das Leben einfach anders. Und auch wenn ich noch genug Material hätte, um diese Phase hier unbemerkt zu überbrücken, so soll im Mittelpunkt dieses Blogs keine perfekt inszenierte Scheinwelt stehen. Denn dieser Blog handelt von meinem Leben. Dem realen Leben – mit seinen Höhen und Tiefen. Und dazu gehören Schmerz und Traurigkeit, genauso wie Glück und Fröhlichkeit.

Vor ein paar Tagen musste ich von meinem Opa Abschied nehmen. Er hat ein langes, erfülltes Leben gelebt, aber das macht das Ende nicht weniger traurig. Denn wie sagst du einem Menschen leb wohl, der für immer gehen muss? Wie sagst du ihm bis bald, wenn du nicht weißt, ob du ihn jemals wiedersiehst?

A

Wenn ein Mensch stirbt,

dann stirbt mit ihm sein erster Schnee

und sein erster Kuss und sein erster Kampf

all das nimmt er mit sich.

Jewgeni Jewtuschenko

Jeder Abschied von einem geliebten Menschen hinterlässt eine Wunde. Erst tut sie furchtbar weh. Dann ist sie vielleicht für eine Zeit betäubt und irgendwann heilt sie im besten Fall zu und hinterlässt nur eine Narbe voller Erinnerungen. Erinnerungen an glückliche und traurige Tage. Das sind die Spuren, die jeder von uns hinterlässt.

In my heart there’ll always be a place for you…

In Liebe,

Deine Cathi

 

More about www.cat-walking.com

8 Comments
    1. Mein herzlichstes Beileid an dich! Und Hut ab, dass du so ehrlich damit umgehst!
      Ich denke, dass deine Metapher sehr gut beschreibt, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. Man wird sie nie vergessen und stets im Herzen mit sich tragen!

      xx Vie

    1. Liebe Cathi,

      dein Post hat mich sehr berührt – auch ich habe, wenn auch schon vor einem Jahr, meinen Großvater verloren. Das schmerzt. Und dieser Schmerz scheint in der ersten Zeit auch nicht weggehen zu wollen. Vielleicht will man ihn auch nicht weggehen lassen, weil man Angst hat, dass damit auch die Erinnerungen an den geliebten Menschen verschwinden, ich weiß es nicht. Mich hat immer die Vorstellung getröstet, dass mein Großvater oben auf einer Wolke sitzt und zu mir runterschaut, auf mich aufpasst.

      Viel Kraft und alles Liebe für dich!

      Melina

      1. Liebe Melia, danke für deine lieben, einfühlsamen Worte. Das mit der Wolke geht mir ganz genauso…Deshalb ist mir dein Kommentar auch sehr nah gegangen! Es tröstet tatsächlich, weil man dadurch das Gefühl hat, dass er nicht ganz weg ist, nur eben woanders…Ganz liebe Grüße und hab noch ein schönes Wochenende!

Leave a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *